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MARTIN COHN

Sunday, May 10th, 2009

Wenn ich ein exquisit altmodisches Künstlerbild wiederbeleben würde, wäre es im Moment die Idee einer Muse und zwar in Form des begnadeten Selbstdarstellers und Fotomodells Martin Cohn.
Irgendwie bin ich auf einer typischen Fashion-Recherche auf ihn gestossen und eigentlich ist so ein androgyner femininer Mann natürlich nichts neues in der Modewelt, aber Martin Cohn macht das meiner Meinung nach besonders gut, seine Fotos waren bei mir schlagartig ein grosses WOW.
Wie gerne würde ich mit ihm Picnic at hanging Rock-hafte Videos drehen, in denen er mit ernstem Gesicht in geheimnisvoller Natur romantische Gedichte mit wehendem Haar rezitiert und dann in einer multidimensionalen Parallelwelt zu verschwinden.
Dafür müsste ich allerdings wohl erst im Lotto gewinnen,oder noch ein paar mehr Werke verkaufen, denn Cohn ist bei der grossen Modelagentur DNA Models unter Vertrag.
Seit kurzem trägt er sein Haar platinblond, was mich noch mehr verzückt!
HIER
gibt es ein winziges Kurzinterview mit ihm, in dem er erzählt, daß er in einem Shoot fürs Interview Magazine Candy Darling dargestellt hat. Perfekt!
Und hier einige meiner fav Musenbilder:

(c) by Last Nights Party,
The Sartorialist,
DNA Models
und Spencer Heyfron)

(click to enlarge)

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Neuer Text fürs STYLEPARK Magazin

Monday, February 23rd, 2009

Bitte lest meinen Text über “Las Vegas Studio- Bilder aus dem Archiv von Robert Venturi und Denise Scott Brown”
HIER

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WEITER WEITER WEITER

Monday, January 26th, 2009

Vielen Dank an alle Freunde und Gäste, die am Freitag auf der Eröffnung von SOLID GOLDEN AGE hoffentlich Spaß hatten. Ich fands herrlich!
Fotos der Ausstellung kann man auf der Galerieseite anschauen:

HIER CLICKEN

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Und es geht gleich schnurstracks weiter weiter weiter. Ich ziehe in ein paar Tagen mit Sack und Pack in eine neue Wohnung, und heute fange ich brav mit Kistenpacken an, aber eine bleierne Unlust hängt an mir und wiederholt immerzu: “Du kannst nicht, zu müde, zuviel..”
Ich googele im Netz “Umzugschaos” und muß dann doch über die Bilder von gestapelten Pappkartons und wirren Zufallsbergen von Dingen lachen, denn:
Umziehen ist immer Chaos. So ist es halt, da muß man durch. Ende der inneren Diskussion.
Und da ich ja seit drei Jahren quasi jedes Jahr einmal umziehe, gehts mir besser, als meiner Kollegin und Freundin
Michaela Eichwald
die nach fast 20 Jahren Kölner Lebens nun nach Berlin zieht, und da kommt glaub ich schon mehr Material zusammen, ich schicke viele Grüße!!
Mich zieht es wiederum Ende nächster Woche nach Köln, denn dort eröffnet am 6.2. die fabelhafte Gruppenausstellung über mein Lieblingsplattenlabel “Les Disques du Crépuscule” im Kunstverein, und ich bin einer der ausstellenden Künstler, also heisst es: Kisten in der neuen Wohnung stehen lassen und ab nach Köln.
Wer zur Eröffnung kommen möchte, der findet
HIER
alle nötigen Informationen.

Herzlichst und mit vielen Grüßen an alle, die zuviel um den Kopf haben, und deshalb aus lauter Ausweichverhalten im Netz herumsurfen, so wie ich…

Sherlock

HAPPY NEW YEAR

Wednesday, December 31st, 2008

Ich wünsche allen, deren Jahr toll war, ein noch tolleres neues Jahr, und allen, deren Jahr Scheisse war, ein richtig viel viel besseres neues Jahr. Es wird schon, ich weiss es!
Danke fürs immer wieder reinschauen, fürs Comments posten und fürs dasein.
Sherlock loves you!

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(click to enlarge)

Furchtbare Jahrzehnte und ein kurzes Aufbrausen

Monday, December 1st, 2008

Ich kann einfach keinen dieser “Die 80er waren furchtbar, und jetzt kommt alles wieder” Artikel mehr ertragen. Diese Verkürzung auf ein paar stammtischtaugliche Schlagworte (Vokuhila, Schnauzbart, Netzhemd, Neonfarbe etc..) sind so unerträglich. Woher kommt diese Reduzierung auf vermeintliche Furchtbarkeiten? Wie müssen diese Autoren ihre jetzige Umwelt erfahren? Sind sie weiter auf der Suche nach dem “Peinlichen”, dem “Scheusslichen”? Welche Frustration oder welche Überheblichkeit nährt so eine Weltsicht?
HIER zum Beispiel ergiesst sich ein Spiegel-Online-Autor seitenweise in einer dünnen Suppe aus Spott und Hohn über ein ganzes Jahrzehnt und ich muß da dann einfach denken: “Waren DAS die 80er für Dich? Mensch, das tut mir aber leid. Arme Wurst.”
Jedes Jahrzehnt entwickelt im Kontext der Zeit Moden und Positionen, und es gibt keins, über das ich mich anmassen würde, den Stab zu brechen.
Ich habe weiss Gott noch nicht viele Jahrzehnte erlebt, aber ich habe mich in den 70ern, 80ern, 90ern und auch jetzt nie umzingelt von Unerträglichkeiten gewähnt. Immer gab es Dinge, die mir nicht gefallen haben, aber immer auch sehr sehr viel Inspirierendes und eine Menge Herrlichkeiten.
Ich möchte also jetzt mal flott ein Dankeschön an einige der tollen Dinge der 80er schicken, an Filme wie Blade Runner oder Tron (beide 1982), überhaupt den Science-Fiction-Filmen der Zeit, dem vor Optimismus und Zukunftsglauben nur so strotzenden EPCOT-Center von Disney, sexy Bands wie DAF, dem verspielten Atatak-Label, dem Haufen verschiedenster Friedens- und Umweltaktivisten und dem Beginn von bist Dato undenkbaren Parteien wie den Grünen , den Omnibots von Tomy, Syd Meads Filmentwürfen, Talk Talk, Michael Jackson, den Fine Young Cannibals, cleveren Bands wie ABC oder Scritti Politti, natürlich Les Disques du Crepuscule, eigentlich auch vielen der verachteten Hits der Zeit, jeder einzelnen verdammten coolen Neonröhre, Breakdance, Double Dutch, MalcomMclarens verdrehten Marketingideen, größenwahnsinnigen Konzeptlabeln wie ZTT, jedem Computerspiel der Zeit, den mit Funktionen überladenen Digitaluhren, dem 1987er Buick Riviera mit seinem futuristischen Lichtdisplays, ach, es gibt viel, das mir gut gefiel und auch heute noch gut gefällt.
Und auch hier und jetzt gibt es da so einiges, der ganze Blog ist voll von Jubel über Leute, die im Moment meine eigene kleine Welt ein Stück interessanter und liebenswerter machen und das soll auch beibehalten werden. Somit wird das wohl fürs erste mein letzter Eintrag über eine Scheusslichkeit dieses Jahrzehnt bleiben.
Ich freu mich auf die neuen Jahrzehnte und bin gespannt, was dann bei SpiegelOnline davon übrigbleibt.
xx
Sherlock

Sherlock Richter is back

Tuesday, November 25th, 2008

Ja, ja, ja. ja… Ich bin ja selbst jemand, der eigentlich alle paar Tage auf meine Lieblingsblogs klickt, um zu gucken, was die Produzentin so treibt, Uhutrust in Köln zu berichten hat, oder Malorama so tut, was Phyllis schreibt oder was es an neuen Gadgets oder Disney-News gibt. Und wenn dann da mal ein paar Tage, oder gar eine Woche nichts Neues steht ist es fast, als ob die Person hinter dem Blog verschwunden sei.
Und dann scharrt man ein bisschen mit den Füssen und guckt halt ein paar Tage später nochmal und dann eben nochmal, und irgendwann, SCHWUPP, ist da wieder was Neues, eine Bemerkung, ein Foto, ein Video und der Hunger nach Neuem ist erst einmal wieder gestillt.
Und jetzt bin ich selbst einen Monat weg gewesen. Und die Person hinter dem Blog, nämlich icke, war dabei ganz und gar durchgehend irgendwie unterwegs, nix wildes, eine Woche Schloss Ringenberg, ein paar Tage Wien, Düsseldorf, eine Woche in der alten Heimat usw.
Und so wächst man langsam aus dem bloggen raus und die Ventile quietschen, weil anscheinend so viel zu tun ist, so viel ansteht, ach eben viel viel viel..
Aber jetzt hats einen Ruck gegeben hier, und nun sitz ich und tippe ein herzliches Hallo an alle, die immer mal wieder schauen, ob ich noch schreibe. Danke!!
Also, was war los die letzten Wochen?
Ich habe einen kleinen Haufen Vorträge gehalten, einmal an der Kunstakademie in Wien, auf Einladung von Amelie von Wulffen, Lucie Stahl und Anette Freudenberger, bei denen ich mich nochmal herzlich bedanken will! Dort gab es den altbekannten Vortrag über Science-Fiction-Fandom und einen brandneuen Vortrag über Fake-Worlds und Retreats (von Michael Jacksons Neverland über Ludwigs Neuschwanstein bis hin zu Disneyland und Las Vegas), der somit in Wien Premiere gefeiert hat und ich glaube, es hat allen ganz gut gefallen.
In Wien habe ich dann einen Tag im Prater verbracht, da war ich vorher absurder Weise noch nie, es war toll, denn gerade einen Tag zuvor waren die meisten Attraktionen in Winterpause gegangen und somit wehte ein melancholischer Wind durch den Budenzauber. Knarrende Skelette wanderten einsam auf Geisterbahndächern umher, die Grottenbahn wurde repariert und man konnte durch einen kleinen Spalt in der Tür hineinlinsen, und vereinzelte Touristen und Wiener schlurften durch die Gassen aus schlafenden Attraktionen.

Hier ein paar Impressionen:
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Außerdem habe ich eine winzige elektronische Geige gekauft, die sechs Titel spielen kann!
Auch in Düsseldorf gabs mich als Vortragenden zu bestaunen, im “Malkasten” ein alteingesessenes Künstlerhaus. Ein irre schönes Gebäude, da würde ich gerne mal filmen.
Verpasst habe ich auch so einiges, so z.B. die Mr.Bear Wahl in Köln oder ein Roisin Murphy Konzert, und heute, gerade eben sozusagen, verpasse ich auch noch ein Gonzales-Konzert.

Aber es steht auch viel an. Hier also zum Vormerken meine upcoming Attractions fürs Frühjahr 2009
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12.12.2008 - 1.03.2009 “Experimenta Folklore”, Gruppenshow, Frankfurter Kunstverein ( mit u.a. Olaf Breuning, Jeremy Deller, Michael Dreher, Arto Lindsay und Jim Shaw (uva)

23.01.2009 - Ende Februar 2009 (noch ohne Titel), Soloshow bei Galerie Eva Winkeler, Frankfurt

07.02. 2009 - 05.04.2009 “Aprés Crèpuscule-Na Schemering-After Twilight-Nach Dämmerung”, Gruppenshow, Kölner Kunstverein (mit u.a. Lawrence Weiner, Benoit Hennebert (!!!), Julia Horsttmann, Enrico David und Lucie McKenzie (uva)

April 2009 Open Space Art Cologne (wenns klappt) (Das ist ein Solostand auf der Art Cologne), auch mit der Galerie Eva Winkeler

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uff.

Nebenher höre ich wie immer irre viel Musik, z.B.:

TV on the Radio (wie wohl jeder grad, oder?)
Hier das feine Video zu “Golden Age”



Und meine Lieblings-Dubstepper VARIOUS PRODUCTIONS haben eine neues Remix-Album, da gibts keine YoutubeVideos, aber hier ein Live-Video (bisschen schepp, aber ich mag sie):

FRANCIS AND THE LIGHTS sind hier immer noch auf Heavy Rotation, hier auch live, voila! Die müssen doch bereits Weltstars sein, naja bei mir sind sie es.

Genug for now, ich bleib dran und mach jetzt nicht wieder einen Monat Blogpause, wir sind ja Freunde, und da meldet man sich ja gerne öfter.
yours
Sherlock

ZWEI VORTRÄGE

Wednesday, April 16th, 2008

Heute, Mittwoch den 16. April spreche ich ab 19.00 Uhr in der Kunsthalle Mainz über Science Fiction und Fans:

Building better worlds – Wie fiktive Welten greifbar werden:
Hollywood, Disneyland und kreative Fans.
Kunsthalle-Mainz
Kunsthalle Mainz

und Donnerstag, den 15. April freue ich mich über Gäste im Kunstverein Braunschweig, dort gibt es im Rahmen meiner Ausstellung im dortigen “Cuboid” ebenfalls um 19.00 Uhr eine Mischung aus Vortrag und Künstlergespräch.
Kunstverein-Braunschweig
Kunstverein Braunschweig

HOW TO INVEST IN ART.

Thursday, April 10th, 2008

Skulls
(click to enlarge)

Bitte nicht den doofen Damien Hirst-Schädel kaufen, sondern eins von weltweit sieben handgeschriebenen und handgefertigten Büchern aus der Feder von Harry-Potter-Autorin J.K. Rowling.
“The Tales of Beeedle the Bard” umfasst 157 handbeschriebene Seiten, ist in braunes marokkanisches Leder gefasst und mit silbernen Beschlägen (auch Schädel) eingefasst. Handschrift und Illustrationen aller 7 Bücher stammen von Rowling selbst, und das Buch an sich entspringt quasi wiederum dem letzten Harry Potter-Band, in dem es als Handlungsträger auftaucht. Nun also auch in der “realen” Welt erhältlich und ich kann nur sagen: DAS ist ein Artefakt von großer kultureller Bedeutung. Abgesehen von Rowlings Einfluß auf das Leben, das Weltbild und die Realitätswahrnehmung von Abermillionen Menschen und der durch diese sieben Bücher gefeierte Verwischung von “Realität” und FIktion läßt auch die charmante Idee, die Einnahmen an eine Charity-Stiftung zu leiten eine erfreuliche Wiederholung von James M. Barries Peter Pan-Copyright fürs Kinderheim (bis heute hält auf Grund von Barries Verfügung das Great Ormond Street Hospital das “ewige Copyright” an Peter Pan) erkennen.
Hirsts Skull ging für 100 Millionen Euro weg, während Amazon freudig berichtet, eins von Rowlings Büchern für 1.950.000 britische Pfund erworben zu haben.
Wenn ich die Wahl zwischen einem kulturpessimistischen Kackschädel und einem liebevoll hangeschriebenen Buch aus einer fiktiven Welt hätte, würde der geübte Richter-Blog-Leser nicht lang fackeln und vor seinem Monitor ausrufen:” Der Alte würde natürlich das Buch wollen, mein Gott wie simpel!” Und so ist es. Denn nicht nur bedient es exakt meine Vorliebe für Reality/Fiction-Verwischungen, nein, es verrät mir auch viel darüber, wie Künstler mit ihrem Erfolg umgehen, und da ist mir Rowlings unzynischer Ansatz persönlich näher.

Unter untenstehendem Link erfährt man mehr zu dem fantastischen Prachtband (inclusive herrlicher Fotos!!)

CLICK HERE