Archiv für January, 2008

THE BIG CLOVERFIELD DISSAPPOINTMENT

Thursday, January 31st, 2008

Cloverfield (der Film) war eine immense Enttäuschung, die Produzentin hatte Recht.
Cloverfild zeigt den Angriff eines ominösen Riesenmonsters auf New York aus der Perspektive einer privaten Videokamera (Wackelwackel), die dummerweise von einem unfassbar verblödeten dauerredenden Vollhirni geführt wird, der damit eigentlich eine Party aufnehmen sollte. Ich hatte so eine Art Intensivierung des klaustrophopischen Angstterrors erwartet, der mich bei der grandiosen Re-Inszenierung von “War of the Worlds” (long live Steven Spielberg!) wollüstig ergriffen hatte, aber das genaue Gegenteil trat ein. Alle Figuren sind unsympathisch, bzw. gar nicht charakterisiert und ihre Hauptbeschäftigung ist Kreischen, hysterisch gegenseitig ihre Namen rufen und wackelig herumrennen. Ab und zu hocken sie auch irgendwo. Dann explodiert irgendetwas und sie rennen und kreischen wieder.

Eigentlich ist es ja eine faszinierende Idee, einen Realitätsbezug durch diese “jemand hat das privat gefilmt”-Inszenierung herzustellen, aber sowohl bei dem meiner Meinung nach todlangweiligem “Blair Witch Project” als auch jetzt bei “Cloverfield” funktioniert es nicht.
Ein Film saugt mich durch eine gezielte Bildführung in die Handlung, so wie es Spielberg bei “War of the Worlds” meisterhaft zeigt, oder auch mein zweitliebster Paranoia-Film der letzten Jahre “Children of Men”. Beide Filme strahlen eine große “realistische” Intensität aus, die Umwelt in die das Grauen einbricht scheint sehr vertraut, und auch hier ist man die ganze Zeit nur bei den Hauptfiguren, keine Handlungsnebenstränge, keine Schnitte in die Notfallzentrale. Im Gegensatz zu “Cloverfield” lässt man sich auf das Grauen ein, da man wie im Traum daran teilnimmt. “Cloverfield” ist wie das Tape aus einer Kamera, die einer der tausenden Komparsen aus “War of the Worlds” verloren hat. Einer der tausenden Komparsen, die Steven Spielberg zurecht links liegen lässt.
Cloverfield hat ein schlechtes Timing, alles sitzt nicht, die Momente der Ruhe sind nicht unheimlich, sondern lanweilig. Der einzige Moment, in dem Cloverfield wirklich gruselig ist, findet meiner Meinung nach beim Besteigen eines absurd abgeknickten Hochhauses statt. (Auch das einzige in seiner grotesken Absurdität starke Bild) Wenn da plötzlich auf dem schrägen schwindelerregend hohen Dach eine seltsame windige Ruhe und ein leises Knirschen alles ist, was man hört, ist man kurz mit dabei, aber eben nur kurz.
Ansonsten:” Bred, wo willst Du hin???!” “Wir müssen hier raus!!” “Bred, wo willst Du hin???” “Bred, wo willst Du hin???” “Wir müssen hier raus!!” usw…
Das dazu.
Sherlock
(Guck ich mir denn jetzt den Will Smith “I am Legend” an?)

MARIANGELA MELATO

Monday, January 28th, 2008

Für den nächsten Film gehts nicht, aber in einem der nächsten Filme möchte ich unbedingt ein Tribute to Mariangela Melato als “General Kala” in den Camp-Meisterwerk Flash Gordon plazieren.
Wer möchte sie spielen? Wer KANN sie spielen? Freiwillige vor!
Seht selbst, anhand dieses charmanten Tributes, natürlich aus dem almighty Youtube-Universum:
(Ich schaue jetzt nochmal Flash Gordon auf DVD, bis später…)

HORROR, KARRIERE und ERSCHÖPFUNG

Sunday, January 27th, 2008

Ich freue mich auf den neuen US Amerikanischen Monsterfilm “Cloverfield”!
EIndeutig eine Reaktion auf 9/11 und nicht nur unter diesem Aspekt interessant. Der ganze Film ist wie ein gefundenes Amatervideo inszeniert, erinnert natürlich wiederum an Blair Witch Project und zudem soll laut bisheriger Presseberichte ein ziemlich düsteres, klaustrophobisches und fatalistisches Klima den Film durchziehen, kein Happy End! (Hollywood!) Das erinnert dann an War of the Worlds (Spielberg). Die Mischung lockt mich.
Ich bin gerade dabei, richtig krank zu werden, es ist zuviel zu tun für einen einzelnen Claus, aber es ist alles für die Kunst, und wird bestimmt großes Glück und totale Zufriedenheit nach sich ziehen. Bestimmt…
Vorbereitet werden hier in den Richter-Studios gerade ein Text für die Hessische Kulturstiftung, ein langer Text über den japanischen Künstler Shinkichi Tajiri für das Museum Valkhof in Nijmwegen, meine Ausstellung im Cuboid des Kunstvereins Braunschweig, meine Teilnahme an der Eröffnungsausstellung der Kunsthalle Mainz und zwei große bzw. gigantisch große, noch geheime Projekte in Berlin und Frankfurt.
Das Jahr geht ja gut los! Ich gehe jetzt in mein Sauerstoffzelt und poste schnell mal einen kleinen Ausschnitt aus “Cloverfield”, mal sehen, ob er hält, was er verspricht.
Ach: Die Tom Cruise Biographie ist erbärmlich, wirklich unfassbar schlecht recherchiert und geschrieben, aber ich bleibe dran.
Cloverfield:

BACK TO REALITY

Tuesday, January 22nd, 2008

und gleich ab into Fiction…
Ich bin nun nicht mehr auf Schloss Ringenberg, sondern wohne in einem seltsam faszinierenden riesigen Gebäude in Offenbach.
Für die nächsten Monate stehen einige grosse Projekte an, es gibt viel zu tun und dergestalt bleibt kaum Zeit, sich “einzuleben” aber immerhin habe ich Zeit, nebenher die neue unauthorisierte Biografie von Tom Cruise zu lesen.
Tom Cruise ist neben Michael Jackson einer meiner Lieblingsstars, während Jackson ein liebenswertes Peter-Pan-Wesen verkörpert, ist Cruise der wahnsinnige Blick in den Abgrund, eine Art Dr, Jeckyll and Mr Hyde begeisterung treibt mich für beide an.
Ich lese also mal fleissig und werde berichten, hier zwei legendäre Cruise-Interviews



RESET, REPEAT, RESTART

Sunday, January 6th, 2008

Tja, so schnell ist ein Jahr vorbei.. Ich packe gerade Kisten und Kästen, um das herrliche Schloss RIngenberg zu verlassen und in eine ungewisse Zukunft nach Offenbach zu ziehen. Nicht daß diese Ungewissheit unangenehm wäre, ich freu mich auf die Ausstellungen und Zusammenarbeiten, die jetzt schon für 2008 feststehen, aber ich werde Ringenberg und meine dort neu gefundenen Freunde vermissen. Es war eins der besten Jahre bisher, ich glaube natürlich, daß noch ein paar richtig tolle Jahre ab und an kommen, aber grad packe ich Kisten und bin melancholisch. Insgesamt freue ich mich aber über mein unstetes Leben als Künstler, denn so ist immer alles immer wieder neu, es gibt keine Beschwerden über Langeweile oder innere Leere, keineswegs!
Mein Soundtrack zum traurig ins neue Leben gehen ist “Beirut”, eine mehrköpfige Band um den Sufjan-Stevens-haften Mastermind Zach Condon.
Die guten und huldigungswürdigen Menschen von der
BLOGOTHEQUE
haben mit Beirut jeden einzelnen Song des neuen Albums in ihrer wunderschönen unprätentiösen Art verfilmt, und ich kann nur empfehlen, sich das
HIER
anzuschauen, es ist wirklich ein Meisterwerk nach dem anderen entstanden!
Schaut es Euch an, während ich Kisten vollpacke und seufze!
Euer Sherlock