Während ich meinen gruselingen FIlm “Black Ghost Mask” fertigstelle, möchte ich Euch bitten, Euch zwei Halloween-Autritte des fantastischen Pee Wee Herman in der Letterman Show anzusehen. Er ist mein neues Vorbild, und es ist erstaunlich, daß ich erst jetzt drauf komme! Pee Wee ist Gott!
Enjoy!
Ja ich weiß, alle meine Freunde mögen House, Disco, manche lieben Indie und andere Minimal. Eigentlich niemand von Euch mag Drum and Bass oder Dubstep.
Ich mochte aber immer schon böse, tiefe, wummernde Bässe. Ich habe damals in den 90ern wirklich fantastische Parties in Frankfurt erlebt und mich so manches mal mit fiependen Ohren total wasted aber überglücklich aus irgendeiner Bauruine in die Morgensonne geschleppt.
Dann war es irgendwie vorbei und es gab eine extreme Zersplitterung in dutzende von Subgenres.
Die D´n´B Kritikenspalte in der De:Bug wurde schmaler und schmaler und meine feine kleine Plattensammlung, mit der ich damals auch ein paar DJ-Gehversuche gemacht habe schlummerte wie ein vergrabener Schatz im Regal.
Irgendwie bin ich aber nun wieder angefixt. Tobi, ein Freund von meinem Freund Tobi hat mir in London erzählt, wie toll die Dubstep-Parties dort sind und eine Sehnsucht nach verzerrtem Bass kam in mir hoch, nach körperlich spürbaren Sub-Sequenzen, nach kurzgeschorenen Jungs und toughen Mädchen.
Dubstep: Langsamkeit! Langsamer, kraftvoller Sex, raffinierte technische und inhaltliche Weiterentwicklung des subsonischen, körperlich wirksamen Basses, wie immer eine kleine Community, britisch, Großstadt, ziemlich junge Menschen, ziemlich freundlich.
In der Zwischenzeit hat sich Dubstep entwickelt und ich habs bis jetzt ziemlich verpasst, und als Wiedergutmachung für meine Nachlässigkeit gibt es hier jetzt ein kleines verspätetes Dubstep-Special.
Natürlich ist House sexy und Befreiung, ich stimme zu, aber für mich darfs auch mal ein bisschen dunkler und wabernder sein, die Geschmäcker sollten ja verschieden bleiben, sonst wäre es ja langweilig. Und mich befreit es ausgesprochen gut!
Man sieht sich im Dunklen!
Sherlock
“Hater” von “Various Productions”, ein toller Mix aus Dubstep und Folk, mein momentaner Lieblingstrack!
“Thunnk” , auch von “Various Productions”
“Its not just Bass”, eine Dubstep-Doku, gut für den Einstieg
und Teil zwei dieser Doku, recommended.
Ein kurzer Videoschnipsel: Mary Anne Hobbs, die Königin des Dubstep auf dem Glade Festival. Mit ein bisschen Imagination kann man sich die Macht des Basses vorstellen! Ich wünschte, ich wäre da gewesen!
Hier ein bisschen Kulturtalk: Ein arte-Bericht über Dubstep. Auf Deutsch.
Toll, wie die Crowd bei SKREAM abgeht.
So, jetzt lasse ich Euch weiter Eure Lieblingsmusik hören, aber ich wollte es mal loswerden, ich bin ein Bass-Head, und das ist auch gut so.
Sherlock
“Black Ghost Mask” ist abgedreht! Am 9. Dezember wird er Premiere hier in Ringenberg haben, bis dahin ein paar Production Stills (es wird sehr flämisch!):