A TRIP TO DE EFTELING

Am 10. Juli, drei Tage nach meinem herrlichen Geburtstagsfest hier auf Ringenberg, brachen wir alle alle alle zusammen zum lang geplanten De Efteling-Besuch auf. Mein guter Freund Felix war extra aus Frankfurt angereist, welch Freude!
De Efteling ist einer der europäischen Theme Parks, die seit langem auf meiner Liste stehen, und ich bin sehr froh, daß es jetzt endlich geklappt hat, es war eine durchweg lohnenswerte Reise.

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Die Gang: v.l.n.r:
Willem, Josephine, Martin, Kathrin, Sherlock, Markus, Gudrun, Conny, Ben und Daniel.

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Die neueste Attraktion in De Efteling, der 20 Millionen Euro schwere “Fliegende Holländer”, eine Mischung aus Walkthrough, Darkride, Boat-Ride und Coaster.
Das Theming ist wirklich fantastisch, man sieht, wo das Geld geblieben ist.
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Im Inneren der Attraktion überzeugt die wunderbar gestaltete Load Area, in der man die Boote besteigt.
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More Load Area. Detailverliebt, tolle Arbeit. Gebt mir 20 Millionen, sofort!
In De Efteling habe ich übrigens nach einer wilden Achterbahnfahrt per Telefon erfahren, daß ich bis auf die sogenannten “Short List” des “Blueorange-KunstPreis” der Volks und Raiffeisenbanken gekommen bin. Leide leider bringt das zwar Ruhm und Ehre aber keinerlei materielle Vergütung, sonst wäre ich jetzt sofort an den Bau eines neuen Dark-Rides gegangen. Den konkreten Gewinn von Shortlists verstehe ich nicht, ich weiß nicht, was die Künstler davon haben, schreibt man das in seine Biografie? Naja, aber ich freu mich trotzdem irgendwie.
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Splash! Nach einer gut gelungenen aber etwas zu kurzen Indoor-Fahrt und einiger wilder Coaster-Kurven kracht das Boot in die Gewässer der Anlage. Nice!

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Die “Python”, ein klassischer Vekoma- Coaster aus dem Jahr 1981 mit Vertikalloopings. Macht auch heute noch Spaß.

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Kurze Pause in märchenhaftem Ambiente.

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In De Efteling ist alles etwas anders. Besonders beeindruckend: Bunte Tauben!
Das nenne ich Liebe zum Detail, ich weiß allerdings nicht, wie die Tauben das finden.

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Leider gerade im Umbau, aber ein wunderschöner Eingang!

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“Vogel Rok” , ein Dark Coaster, ebenfalls von Vekoma gebaut. Man fährt in einem Dark Coaster Achterbahn in einer stockdunklen grossen Halle. Lichteffekte und ein Onboard-Soundsystem triggern den Effekt der rasanten Fahrt durchs Dunkle.
Vogel Rok ist weit aus schöner gethemed als der vergleichbare Ride in Phantasialand, den ich erbärmlich fand , der König aller Dark Coaster bleibt aber für mich immer noch Disneys Space Mountain. (Links im Vordergrund übrigens Willem und Martin in freudiger Erwartung)

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Wirklich schön ist der Märchenpark in De Efteling. Die Bauten scheinen mit den großzügigen und toll angelegten Grünflächen zu verwachsen und sind nicht zu süsslich.

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Siehe hier…
Der Märchenpark ist recht weitläufig, Efteling ist insgesamt sehr großzügig angelegt, immer wieder durchwandert man verwunschene Waldstücke und pralle Blumenanlagen, auch hier zeigt sich, wie wichtig bei guten Theme Parks das “Drumherum” und das gelungene Theming ist, und bei De Efteling stimmt alles!

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Wie man auch hier sieht.

Insgesamt war der Trip sehr inspirierend, De Efteling ist wirklich vorbildlich gestaltet, die Coaster sind zwar (bis auf den Fliegenden Holländer) älteren Jahrgangs, machen aber trotzdem viel Spaß. Die Darkrides sind teils absolut großartig (Traumflug ist einer meiner neuen Lieblingsdarkrides!), teils zwangsläufig schäbige Disney-Ripoffs (so z.B. der 1984 von Mack Rides gebaute Carnaval Festival-Ride, der wie eine grotesk vergröberte Version von “It´s a small world” daherkommt).
Erwähnenswert ist das legendäre “Villa Volta” -Madhouse, eins der schönsten Madhouses, daß ich in meiner Theme Park Karriere gesehen habe. Wir haben alle gejauchzt, als die Wände des Hauses um uns rotierten, eine wahre Freude.
Das Spukschloss war seit seinen Erscheinen in einer Fernsehwerbung für Efteling in den 80ern Ziel aller meiner damaligen kindlichen Projektion auf die verführerischen Welten der Theme Parks. Umso größer war die Enttäuschung: In einem wunderschön gestalteten riesigen Set passiert zu Camille Saint Saens “Danse macabre” eigentlich gar nichts. Ab und zu klappert ein Grabstein, ein Skelett hängt am Glockenstrang, eine Geige schwebt durch die “Peppers-Ghost”-Luft, und das wars so ungefähr. Traurig, verschenkt, aber egal.
Der Park an sich ist großartig, wunderschön gestaltet und ich setze mich jetzt mit meiner Pfeife in meinen Lehnstuhl und beginne ein neues Buch zu lesen.
Gerade ist nämlich aus den USA “Scary Dark Rides” von Doug Higley bei mir eingetroffen, und da dies momentan das einzige Buch über die Geschichte des Dark Rides ist, werde ich mich mit Freude zur Lektüre zurückziehen.
Love
Sherlock

This entry was posted on Thursday, July 12th, 2007 at 17:06 and is filed under RESEARCH.

6 Responses to “A TRIP TO DE EFTELING”

  1. bernd Says:

    Klingt alles ganz toll, bis auf das mit der “Shortlist”, und die “Gang” sieht wirklich entzückend aus.

  2. f Says:

    Zur Schäbigkeit des “Carnaval Festival” muss ich allerdings anmerken: Würde man in der Disney-Version eine Prostituierte mit Kippe im Mund sehen, die sich auch noch an den Möpsen rumfummelt? Oder ein kleines, graues Tierchen, das aus zwei Meter Höhe einer Ente auf den Kopf pinkelt (warum??)? Oder (im “Sprookjesboos”) eine Elfe (?) mit entblößten Brüsten? Ha — Makes me proud to be European! :)

  3. Administrator Says:

    Dearest F.
    Da hast Du allerdings recht, das ist wirklich ziemlich lustig, obwohl es mir erstmal kaum aufgefallen ist. Stolz bin ich dann zwar nicht, aber ich fänds toll, mir einen Darkride vorzustellen, in dem es richtig obszön wird. Oder eine Mischung. Toll wäre ein Darkride zu dem fantastischen Buch “Under the Hill” von Aubrey Beardsley, in dem in der unzensierten Version eine ziemlich tolle Mischung aus Fabelwelt und köstlichster Perversion herrscht. “It´s a small world” ist aber trotzdem ungeschlagen in Brainwashing und visuellem Overload auch ohne pinkeln, und auf Mary Blair lass ich nichts kommen!
    xxx
    Sherlock

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