Crépuscule revisited
Montag, April 30th, 2007Es ist schon erstaunlich, wie einen Musik durchs Leben begleitet, immer mal wieder abtaucht, dann plötzlich wieder neu interessant wird usw.
Das Label, welches mich nun schon am längsten begleitet ist das belgische 80er-Jahre artsy-Label Les disques du Crépuscule.
Nachdem ich einen guten Ausstellungsaufbau im Mousonturn (Fotos bald) hatte und gestern in Düsseldorf im Salon des Amateurs bei der Plattenpräsentation von Daniel Müller-Friedrichsen viel Spaß hatte und ein herrliches Remake von Jack Smiths´Flaming Creatures sehen durfte, sitze ich nun hier im herrlichen Schloss und tippe eine englische Version meiner vor geraumer Zeit auf der herrlichen Bir-Ne-Seite veröffentlichten Slashgeschichte zwischen dem jungen Brian Eno und Deckard aus Blade Runner. Dabei schaue ich aus dem Fenster und sehe zum Beispiel das:

und das ist sehr Crépuscule! Also unterbreche ich meine Übersetzung und surfe so herum im Netz und freue mich, daß ich gestern in Düsseldorf auch Oliver Tepel getroffen habe, den einzigen weiteren die-hard Crépuscule-Fan, den ich hiermit herzlich grüße und dann gibt es mal wieder viel zu entdecken, zum Beispiel die herrliche New Wave Photos-Seite von Philippe Carly, der damals im 80er-Jahre Brüssel (dem Standort der Crépuscule-Headquaters) viele viele tolle Konzertfotos gemacht hat, eben auch im legendären Plan K Club, in dem viele Crépuscule-Acts aufgetreten sind. Und irgendwie gelange ich zum Not Rock On-Blog, auf dem es gerade nicht nur alle Anna Domino-Platten inclusive einem Live-Konzert in Hamburg zum Download gibt, sondern auch die rare “Coincidence vs. Fate” Crépuscule Compilation für den japanischen Markt.
Und dann erinnere ich mich an den grandiosen Richard Jobson, den ehemaligen “Skids”-Frontmann, der bei Crépuscule äußerst eigensinnige Spoken-Word Platten (hauptsächlich mit Marguerite Duras-Begeisterungstexten) herausgebracht hat, und denke: Was macht wohl Richard Jobson heute?
Und siehe da: Er ist Filmemacher geworden, und kleidet sich löblicherweise immer noch sehr ausgewählt in Tweed-Dreiteilern.
Über mein Über-Über-Idol Benoit Hennebert, der all die fantastischen Crépuscule-Cover entworfen hat, gibt es leider immer noch keine weiterführende Information, ich werde aber bald mit Daniel nach Brüssel fahren um dort Michael Callies und seine fantastischen Dependance zu besuchen, und dann geht Sherlock auf die Suche nach Benoit Hennebert.
Hier noch ein bisschen Videofutter, yours Sherlock
Paul Haig_ Running Away
Soft Verdict (Wim Mertens)- Close Cover
Anna Domino- Land of my Dreams



