Cologne Days 03: Michaela Eichwalds Show in der Simultanhalle
Der eigentliche Grund meines Besuchs! Michaela hatte in der Simultanhalle eine Art Überblicks-Show mit Arbeiten der letzten Jahre inszeniert, und zwar richtig toll, wie es zu sein hat: Mit Stellwänden und Vitrinen voller Bezüge, Relikte und Kostbarkeiten. Wir kennen uns ja noch nicht so lang, für mich war das fantastisch, alles so kompakt sehen zu dürfen.

Schon die Wahl der Stellwände hat mir gut gefallen, der graue Filz. Eben auch prima gehängt und toll, daß es so viel verschiedene Dinge gab, Poster, Fotos, Malerei, Skulptur.

Eine feine Auswahl an Katalogen und Lieblingsmaterial.

Das Tier ist gleichzeitig kauzig, ein bisschen einsam und unheimlich sympathisch. Ich hätte es gerne zum Freund. Es ist sicher schon etwas älter und isst gerne Gebäck und Tee.

Stellwand-Sammlung. Fantastisch: Mark E. Smith!

Das ganze Konzept haut echt gut hin, diese Simultanhalle in ein Museum zu verwandeln. Links :Skulptur.
Zu späteren Stunde gab es dann ein Lagerfeuer vor der Tür und dazu lief durch und durch gute Musik, sehr viel The Fall, und ich hatte meine neuen Biker Boots an, und konnte da rauchend am Feuer sitzen und Mark E Smith nörgeln hören und die Stiefel rösten, die in der Dunkelheit liegende Halle mit der offenen Tür und dem Neonlicht und Michaelas Ausstellung war da echt ein ganz geschlossenes Ensemble. Ein Backsteinjuwel mit lauter Dingen gefüllt, die man mag und die angenehm selbstbewußt da an der Wand hänge und in der Vitrine liegen, und denen es egal ist, ob die Halle kalt ist, weil sie das aushalten. Diese verfeinerte Rauheit steckt da drin, und Mark E Smith ist da sicher ein Seelenverwandter, Mensch die zwei sollten sich mal kennenlernen, das wäre ein Fest.
Ich habe jetzt auch eine kleine Eichwald-Bibliothek bei mir, und studiere fleissig tollste Texte, ich empfehle dringenst den Kauf von Büchern und Werken!!
Das Lagerfeuer war dann umzingelt von den nettesten Menschen und auch anderen, und es gab immer wieder irgendwoher neues Holz, knisterndes Reisig, und nach und nach dann etwas wilderes Brennmaterial:

Klappstuhl in Flammen.
Bitte mehr davon und bitte bald eine Lesung! Seufzt der neue Fan Sherlock Richter.
This entry was posted on Mittwoch, April 12th, 2006 at 23:13 and is filed under LOVES.


April 14th, 2006 at 11:24
Eichwald ist ihrem Vorsatz der Anti-Schwelgung nicht nachgekommen, was ich nämlich gerne gesehen hätte
Nichtsdestotrotz empfiehlt sich unbedingt das Preis-Leistungsverhältnis beim Posterkauf. Als hochachtungsvolle Anmerkung hier im dichtesten Fantum-Nebel. Eure M.
April 14th, 2006 at 11:31
Poster? wo?
April 14th, 2006 at 11:41
apropos poster: das foto des brennenden klappstuhls erinnert mich total an ein theaterplakat aus den 80ern, ich glaub es war “antigone”.
April 14th, 2006 at 11:42
“…in ihrer Dokumentationsausstellung “Kritik der Urteilskraft” ” fehlt natürlich im obigen ersten Satz zwischen “ist” und “ihrem”.
%)
April 14th, 2006 at 12:46
Ach Roland B! Fantastisch! Das mit dem Antigone-Poster finde ich fantastisch! Ich erinnere mich auch daran, die gab es glaub ich an verschiedenen Orten zu der Zeit. Vollkommen verdrängt.
Hallo liebe Mauke!
Ich finde auch, es kann ja direkt bei Uhutrust eingekauft werden, und die Preise sind wirklich gut. Hast Du schon eins? Welches?
April 14th, 2006 at 14:04
Die Preise sind FANTASTISCH!!
April 14th, 2006 at 14:05
Hört endlich auf, ihr wollt mich kaputtmachen!
April 14th, 2006 at 15:44
Das Gegenteil ist der Fall!
März 7th, 2007 at 12:19
bin jetzt zufällig draufgestoßen,
das antigone(!)-plakat war von günther rambow, und dürfte demnächst im mak in frankfurt zu sehen sein.
rb